Die Menkestraße war schon immer mehr als nur eine Straße
- Axel Homfeldt
- 22. Juni
- 2 Min. Lesezeit
Ergebnisse der Bürgerbeteiligung werden am 1. Juli öffentlich vorgestellt.
Wenn ich an die Menkestraße denke, dann denke ich nicht zuerst an Asphalt, Parkplätze oder Verkehrsführung. Ich denke an viele Erinnerungen.
An das Bettenrennen beim Oktoberfest. An Menschen, die ich dort kennengelernt habe und mit denen mich bis heute Freundschaften verbinden. An die vielen Jahre, in denen wir gemeinsam das Oktoberfest organisiert haben. An Frühlingsfeste, Winterkino, Stadtfeste und unzählige Begegnungen.
Für viele von uns ist die Menkestraße nicht einfach eine Straße. Sie ist ein Stück Heimat.
Genau deshalb freue ich mich, dass sich so viele Menschen an der Bürgerbeteiligung zur Zukunft der Menkestraße beteiligt haben. Die Ergebnisse zeigen, wie wichtig den Schortenserinnen und Schortensern ihre Innenstadt ist.
Die Wünsche sind dabei eigentlich ganz bodenständig. Die Menschen wollen eine sichere Straße. Sie wünschen sich mehr Grün, mehr Aufenthaltsqualität und eine Innenstadt, in der man sich gerne aufhält. Gleichzeitig soll die Menkestraße erreichbar bleiben – für Kunden, Anwohner und alle, die hier unterwegs sind. Ich finde, darin steckt viel Vernunft.
Denn die Menkestraße muss vieles gleichzeitig sein. Sie ist Verkehrsachse, Einkaufsstraße, Wohnumfeld und Treffpunkt. Sie muss funktionieren. Aber sie muss auch ein Ort sein, an dem Menschen gerne Zeit verbringen.
Für mich ist sie eine der wichtigsten Visitenkarten unserer Stadt. Wer nach Schortens kommt, fährt oft über die Menkestraße. Wer hier einkauft, Freunde trifft oder eine Veranstaltung besucht, verbindet seine Eindrücke von Schortens ganz häufig mit unserer Innenstadt. Deshalb entscheidet sich hier auch ein Stück weit, wie attraktiv unsere Stadt wahrgenommen wird.
Und das ist wichtig. Wir wollen, dass Menschen gerne in Schortens leben. Wir wollen Familien halten und neue Einwohner gewinnen. Wir wollen dauerhaft über der Marke von 20.000 Einwohnern bleiben. Deshalb schaffen wir mit dem städtischen Eigenbetrieb Wohnungsbau bezahlbare Wohnungen.
Deshalb investieren wir in Schulen, Kindergärten und Infrastruktur. Und deshalb gehört auch eine starke Innenstadt zu den wichtigen Zukunftsaufgaben unserer Stadt.
Die Menkestraße ist dabei kein Einzelprojekt. Sie ist Teil einer größeren Idee: Schortens attraktiv zu halten – für junge Menschen, Familien, Berufstätige und Senioren gleichermaßen.
Am 1. Juli werden die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung im Planungsausschuss vorgestellt. Danach beginnt die eigentliche Planungsarbeit. Die vielen Anregungen und Ideen sollen dabei selbstverständlich berücksichtigt werden.
Nicht jeder Wunsch wird sich erfüllen lassen. Aber die Menschen haben sich die Zeit genommen, ihre Gedanken einzubringen. Das verdient Respekt.
Wir werden die Menkestraße vermutlich nur einmal in einer Generation grundlegend erneuern. Deshalb sollten wir diese Chance nutzen. Nicht, um irgendeinem Zeitgeist hinterherzulaufen. Sondern um etwas zu schaffen, das zu Schortens passt.
Etwas, das funktioniert.
Etwas, das gut aussieht.
Und vor allem einen Ort, an dem auch die nächste Generation ihre Erinnerungen sammelt – so wie viele von uns es über Jahrzehnte getan haben.




Kommentare